was wir wollenWir sind eine Gemeinde Jesu Christi, die vom Gottesdienst her und zum Gottesdienst hin lebt.
Wir kommen aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen zusammen: vom Hartenberg und von außerhalb.
"Spur 2002" - so haben wir einen Denk- und Suchprozess in unserer Gemeinde genannt, der 1997 vom Kirchenvorstand in Gang gesetzt wurde. Im Sommer 1999 wurde er nach intensiven Gesprächen in Leitungskreisen und Arbeitsgruppen, im Mitarbeitertreffen und einer Gemeindeversammlung vom Kirchenvorstand in seinen Ergebnissen beschlossen. Er sollte dazu dienen, dem Auftrag Gottes für unsere Gemeinde nachzuspüren.
In einem Gleichnis erzählt Jesus vom Himmelreich wie von einem Menschen, der außer Landes ging und seinen Knechten sein Vermögen anvertraute (Matth. 25, 14-30). Für die Gemeinde übersetzt heißt dies unter anderem, dass Gott auch Gemeinden unterschiedliche Gaben, Stärken, Talente verleiht, um sie einzusetzen und damit zu arbeiten.
Im Prozess "Spur 2002" haben wir damit begonnen zu fragen "Wer sind wir?", um die Gaben, Stärken und Talente herauszufinden, die uns als Gemeinde prägen. Dies geschah in vielen kleinen und größeren Gesprächsrunden und in einer großen schriftlichen Befragung, an der sich 200 der rund 350 Gottesdienstteilnehmer beteiligten. Die Antworten auf die Frage "Wer sind wir?" haben wir zu drei Kernsätzen gebündelt: Wir feiern am liebsten Gottesdienst. Wir glauben fürs Leben gern. Wir leben die Vielfalt.
In einem zweiten Schritt fragten wir "Was sollen wir?" und haben versucht, all die Anforderungen zu sortieren, die an uns als christliche Gemeinde herangetragen werden: aus uns selbst, aus der Gemeinde und aus der Gesellschaft. Daneben hielten wir die biblischen Leitbilder, die Gemeinden anspornen wollen, Salz der Erde, Licht der Welt und Leib Christi zu sein. Vor allem dies letzte Leitbild haben wir für uns als fruchtbar erkannt.
Der dritte Schritt war der schwierigste: Aus der Einsicht in Gottes Gaben und der Wahrnehmung unserer Herausforderungen zu sagen, worin wir Gottes Auftrag für unsere Gemeinde in den nächsten Jahren sehen: "Was wollen wir?" Solche Ziele können wir nicht formulieren ohne die ständige Bitte um Gottes Heiligen Geist, sonst laufen wir Gefahr, eigene Wünsche in Gott hineinzutragen. Unter diesem geistlichen Vorbehalt sind wir zu vier Zielformulierungen gelangt, die natürlich alle zusammenhängen:
Gott feiern. Gästen Heimat geben.
Mit Generationen zusammenleben. Gottes Gaben ausleben.
Nun sind wir herausgefordert zu erarbeiten, wie sich diese Ziele in den verschiedenen Lebensbereichen der Gemeinde konkretisieren und auswirken sollen. Keines der Ziele wird sich in allen Bereichen gleich auswirken. Es ist Aufgabe der einzelnen Leitungskreise der Gemeinde (Gottesdienst, mini-gemeinde, CVJM, Hauskreise ...) sie jeweils auf ihre eigene Weise umzusetzen.