Inhalt Material Kontakt Impressum

Familie Wolff

Sonntagsblatt ] Unsere Gemeinde ] Gottesdienst ] Musik ] Erwachsene ] Jugend ] Kinder ] Links ]

Zurück

 

Ehepaar Eckehart und Klaudia Wolff in Quito

Das Neueste direkt aus Shell.

 

Auf dem Foto sehen Sie nur zwei, aber wir sind eigentlich eine große Mannschaft geworden, ein Familienclan. Daneben sind einige Ecuadorianer aus Quito durch unsere "Schuld" in Deutschland verheiratet. Mit ihnen stehen wir nach wie vor in Verbindung. Dass Missionsarbeit solche Auswirkungen haben würde, hätten wir uns nicht träumen lassen.

Seit 1989 leben wir als von der Deutschen Missionsgemeinschaft, Sinsheim ausgesandte Missionare in Ecuador. An vielen Stellen durften wir mithelfen: Im Urwaldkrankenhaus in Shell im Ostteil des Landes, viele Jahre in der Hauptstadt Quito und seit neuestem wieder in Shell. Unsere 5 Kinder Julia, Miriam, Benedikt, Franziska sind bereits mit Berufen in Deutschland tätig und haben ihre eigenen Familien. Die jüngste Tochter Monika ist noch Ausbildung aber ebenfalls in Deutschland. Die Kinder und ihre Ehepartner sind geprägt durch Ecuador und ihr Blick ist auf weltweiter Mission ausgerichtet. Wir dürfen dankbar feststellen, dass sie alle eine enge Verbindung zu Jesus haben. Das ist heute nicht selbstverständlich.

Nach vielen verschiedenen Stationen in der Radio- und medizinischen Mission HCJB - global voices + hands (= Radio- und medizinische Arbeit) sind Klaudia und Eckehart nach Shell im Amazonasregenwald zurückgekehrt. Nach wie vor sind wir ein klein wenig in der Radioarbeit der Dt. Abteilung engagiert. Ansonsten helfen wir unserer Stammgemeinde San Marcos in Quito mit, wenn wir ein paar Tage pro Monat in der Hauptstadt sind. Dort sind wir seit dem Anfang engagiert und haben Höhen und Tiefen dieser Gemeinde mitgestaltet. Und die Arbeit in Quito lässt uns nicht los. Vor 11 Jahren entstand eine Hilfe für behinderten Kindern, in erster Linie unter zerebralgeschädigten, spastischen  Kindern. Darum kümmert sich kaum jemand. Mit Hilfe von Spezialisten der Weltelite aus den USA und anderen lateinamerikanischen Ländern veranstalten wir 1 - 2 mal pro Jahr Operationswochen, um solchen Kindern zu helfen. Derzeit sind mindestens 300 solcher Patienten zu überwachen und ihnen die nötige Hilfe zu geben. Aber es geht nicht nur um medizinische Hilfe, wenn man bedenkt, dass in "hochzivilisierten" Ländern wie Europa oder Nordamerika 90% der Elternehen solcher Kinder in die Brüche gehen. Dieses Arbeit wird jedes Jahr größer.

Nachdem unsere Kinder nach und nach aus dem Haus gingen, hatte Klaudia Zeit, ihre weitere Berufung zu realisieren, die Ausbildung zur Familientherapeutin. Sie ist jetzt dabei, das in die Tat umzusetzen. Da sind wir noch am Anfang. Wie immer, wenn etwas Neues beginnt, fragen Menschen sich, was das eigentlich soll. Aber auch hier am Rande des Urwaldes sind Familien nicht automatisch heil. Es ist für sie eine große Herausforderung, das Gelernte nicht nur in die Praxis umzusetzen, sondern auch gleich in verschiedene Kulturen zu transferieren, denn hier in Shell mit dem drittwichtigsten Flugplatz Ecuadors treffen alle Indianerkulturen des Ostteils des Landes zusammen, in erster Linie die der Huauranis (Aucas) Shuar, Achuars und Quichuas. Da geht es um mehr als nur rein sprachliche Übersetzung.

Für Eckehart bleibt die ärztliche Leitung des Hospitales. 2008 werden uns voraussichtlich 4 Missionsärzte mit ihren Familien verlassen plus dem Verwalter. Für alle würden wir gerne einheimische Kräfte einstellen, aber niemand will so weit von der Hauptstadt weg ziehen oder sie fordern ein hohes Gehalt, das wir so einfach nicht bezahlen können. Wir suchen dringend Allgemeinmediziner als Missionare für einige Jahre Übergangslösung. Die Arbeit in einem Missionszentrum bei dem 1956 die 5 "Auca-Missionare" ermordet wurden und das eine Missionsbewegung ins Leben rief, dass in der Folge ca. 3000 Missionare nach Lateinamerika gingen, ist noch nicht zu Ende.

Daneben sind wir in erster Linie Missionare und betreuen unsere Gemeinde in Mondayacu, 110 km nördlich von uns. Diese Quichua-Indios sind alles andere als stabil. Sie brauchen uns, um geistlich weiter zu wachsen. Vielleicht gibt es von hier noch Möglichkeiten, weitere Gemeinden zu gründen. Wir danken für alle Gebete und das Mittragen unsere Arbeit über so viele Jahre. Das hätten wir ohne die Hilfe aus der Heimat nie realisieren können. Die Herausforderung wird eigentlich jetzt erst richtig groß.

 

Impressum
zuletzt geändert am 12.07.10
webmaster[at]auferstehungsgemeinde.de

Ev. Auferstehungsgemeinde
Am Fort Gonsenheim 151, 55122 Mainz, 
Tel 0 61 31-32 09 72

www.auferstehungsgemeinde.de 
mail[at]auferstehungsgemeinde.de